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Die Themier (Shikunijin) leben seit ca. 1949 auf Themis. Sie sind eindeutig Menschen mit nur geriingen genetischen Veränderungen, wahrscheinlich aufgrund von Strahlung auf der Reise.

Geschichte

Die Pristerkaste führt Buch über die Geschichte von Themis. Maßgeblich können die Aufzeichnungen in drei Teile ausgegliedert werden:

  1. Mythologie
  2. Geschichte auf Themis
  3. Privilegien-Chronik


1. Mythologie

Ein großer Teil der themischen Aufzeichnungen beziehen sich auf Götter in einer Götterwelt, die auch die Themier einst bewohnt haben. Die Mythologie beruht auf dem Glauben, dass die Pristerinnen samt Gefolge aus dieser Götterwelt verbannt worden ist, als ein Götterkrieg tobte. Geschichten der Mythologie beziehen sich auf diese Zeit.

2. Geschichte auf Themis

Ein weiterer wichtiger Teil ist die Geschichte auf Themis, wie sie sich wohl relativ akkurat tatsächlich zugetragen hat. Berichtet wird von der Kultivierung des Lebensraumes über die großen seuchen des Anfangs bis hin zu technischen Erungenschaften. Auch die wissenschaftlichen Lehren und Sprachen, wie sie wohl von den ersten Themier-Generation verfasst worden sind, fallen hier hinein.

3. Privilegien-Chronik

Die Themier entwickelten ein Wirtschaftsystem auf Wechsel-Basis. Hierbei dienen buchgeführte Privilegien (Tokuten) als Währung, verwaltet von den Pristerinnen. Jegliche Transaktion wird so über die Priesterkaste abgewickelt. Die Privilegienmenge wird bei Geburt jedes 1000ten Kindes durch Zwei geteilt, also verdoppelt, was sich dank der stabilisierten Geburtenrate zu einer gewissen Inflation entwickelt hat. Das Sparverhalten ist dennoch gering aufgrund der Tatsache, dass Privilegien nicht vererbt werden können, sondern an die Tempel fallen.


Die rekonstruierte Geschichte 1944 starteten von Agano (Japan) 17 bemannte Raketen mit nuklearem Antrieb dank deutscher Ingenieure. Versorgung war für 5 Jahre gesichert. An Bord waren Wissenschaftler und ca. 35 Mädchen (ausgebildete Konkubinen), die vermutlich für die Unterhaltung der Wissenschaftler auf aussichtsloser Mission an Bord waren. Etwa 4 Männer und 13 Frauen überlebten einen Absturz auf Themis. Durch Strahlung während des Fluges, kleiner Genpool sowie Anpassungen an stärkere Schwerkraft haben die Themier leichte genetische Veränderungen zu Japanern. (Evtl. waren deutsche Wissenschaftler mit an Bord und haben sich dadurch ebenfalls genetisch eingebracht)

Religion

Der Glauben der Themier entspringt vermutlich einer Fusion des alten Testaments mit den tatsächlichen Ereignissen ihrer Geschichte. Nach dem Glauben entstammen sie der Götterwelt oder Ursprungswelt (Honsei) und waren für die Befriedigung göttlicher Bedürfnisse verantwortlich. Als sie dieser Aufgabe nicht mehr Herr werden konnten wurden die Götter zusehens gereizter, bis ein Krieg zwischen den vier Götterklans, der Honjin, der Doijin, der Rajin und der Ejin entbrannte. Die Themier wurden nach Themis verbannt.

Die Aufgabe der Priesterinnen ist es die alten Sprachen und das alte Wissen nach besten Möglichkeiten zu erhalten. Auch die Moral der Themier muss in alte Größe gebracht werden. Sie glauben, dass sich eines Tages ein Götterklan durchsetzen wird und die Themier abholen wird, sofern sich die Themier wieder treu auf ihre Aufgaben konzentrieren.

Kultur

Die hierarchische Gesellschaft hält sich streng an Rituale und Kleiderordnung. Alles ist auf die Priesterinnen ausgerichtet, die als einzige Hoffnung auf Rückkehr gelten. Somit ist der Status der Pristerinnen dementsprechend hoch, die Aufnahme junger Mädchen in den Priesterinnenstand dementsprechend begehrt. Eheähnliche Gemeinschaften verbleiben oft lebenslang zusammen, wobei ein Bund nur bis zum 100sten Geburtstag des letzten gemeinsamen Nachkommens gültig ist. Die Gesellschaft ist merklich in drei Schichten unterteilt. Die obere Schicht bildet sich aus dem Priesterinnenstand, die mittlere aus ihren Verflechtungen (also Männer ehemaliger Priesterinnen und Würdenträger) und die Arbeiterschicht aus den übrigen Themiern.

Kinder werden gemäß Begabung und Abstammung von dem Fortbestandsgremium zu verschiedenen Ausbildungen berufen. Nach der Geschlechtsreife kann dies letztmalig gewechselt werden. Täglich werden Schrift, Geschichte, Wissenschaft und Moral unterrichtet. Meister ihres Faches nehmen Schüler zu sich.

In jüngerer Zeit entstehen aber Spannungen in den Generationen: durch einen stabilen Lebensstandard gerät der Wunsch auf Rückkehr langsam ins Abseits. Einige junge Themier sehen keinen Vorteil in der Rückkehr in eine Welt, in der sie zum Dienen leben. Diese Bewegung erreicht auch kleine Teile der gebildeten Themier.


Mode: Kleidung wird aus einer Getreide-Gummi-Mischung hergestellt und oft mit Wachs versiegelt. Abhängig von der Arbeit und den Witterungsanforderungen wird Fischhaut zur Verstärkung benutzt. Priesterinnen verlassen die Tempelanlage nur bei warmen Wetter. Ihre Kleidung besteht aus einem hellen Schal, der mittig zwischen die Beine gelegt wird. Vorne und hinten über einen Gürtel gezogen ist der Schal lang genug, um eine Art knöchellanges Kleid zu ergeben. Der Oberkörper ist bei jungen Priesterinnen vor der Götteropferung unbedeckt, nach der Götteropferung wird die Brust und die Schultern durch einen zweiten Schal eingewickelt.

Bauwerke: Themier entwickelten über die Jahre einen binären Lebensstil. In kalten Zeiten leben sie unterirdisch in einer Höhle unter ihrem Haus, in warmen Perioden bewohnen sie ein überirdisches Haus, welches aus geflochtenem Farngewächs besteht und mit Gomikimisu (eine sehr dünne, junge Harzsupstanz des Gomiki-Gewächses) versiegelt. Die Häuser sind wie ein tropfen zueinander angeordnet. Grund hierfür sind die auf beiden Flußseiten angelegten doppelten Aquädukte, die zwei Wasserleitungen zur Verfügung stellen. Eine für saubers Wasser und eine für Schmutzwasser. Die zwei Tempel entspringen unterschiedlicher Zeit, sind aber beide aus Stein zusammengetragen worden und besitzen viel Glas.

Sprache

Die Sprache ist weitgehend japanisch. Leichte grammatikalische Veränderungen sowie die Vereinfachung einiger Begriffe zeigen den selbständigen Verlauf der Entwicklung. Die Eigenbezeichnung der Sprache ist Hongo (Japanisch: Nihongo). Das japanische Ni bedeutet Tag oder Sonne und hat vermutlich aufgrund des Kalenders seinen Sinn verloren, weshalb Hon (japanisch: der Ursprung, die Wurzel) blieb.

Auch die Schrift ist Hiragana, eine der drei japanischen Schriften. Aufgrund der nationalistischen Bewegung der Zeit entspringen die Themier wohl einer Strömung, die sino-japanische Schriftzeichen ablehnte, und daher nur das Hiragane verwendeten. Natürlich ist dies nur eine These und ist den Themiern nicht bewusst, da in ihrer Historie China nie erwähnt wird.

Die drei anderen Göttersprachen werden in lateinischer Schrift (Romaji) geschrieben. Sie entsprechen den vier Götterklans:

Doigo: Die deutsche Sprache. Sie wird neben Hongo von den meisten Pristerinnen erlernt.

Rago: Die russische Sprache. Von der russischen Sprache ging am meisten verloren. Das von den Themiern gesprochene Russisch ist kaum zu erkennen. Gründe hierfür sind sicherlich die fehlende Kenntnis der krylischen Schrift.

Eigo: Die englische Sprache. Aufgrund der Problematik mit Rago wählen viele Pristerinnen diese Sprache zum Studium. Das aktive Sprechen ist außerhalb des Unterrichts nicht mehr existent.

Der Priesterinnenstand versucht alle Sprachen bestmöglich zu erhalten.

Wissenschaft & Technik

Überlieferung: Wichtigste Voraussetzung einer sich entwickenden Gesellschaft ist wie in anderen Kulturen auch die Überlieferung von Wissen. Die Themier nutzen auswendige Methode hierfür: Aus dem Mehl des Gomuki, einem verholztem Gewächs welches eine gummiartiges Harz abgibt, wird ein Teig hergestellt, der dann ausgerollt als Papier dient. Mit einem Pinsel wird tierisches Öl zum schreiben benutzt, welches erst bei Sonneneinstrahlung ein tiefes Braun entwickelt. Mit Wachs wird das Schriftstück versiegelt.

Landwirtschaft & Tierhaltung:

Die Themier bauen ein Grasgewächs, eine Getreideart, eine Aloe-ähnliche Pflanze und ein verholzendes Farngewächs an. Das Gras dient zu Ernährungszwecken während das Getreide zwar bei verschiedenen Nahrungszubereitungen beteiligt ist, aber hauptsächlich der Herstellung bestimmter Nutzgüter wie Papier und Kleidung benutzt wird. Aus der Aloe-ähnlichen Pflanze wird Nahrung, Tenside sowie Heil und Schmiermittel erzeugt. Insekten und Süßwassertiere werden gefangen und für Medikamente, Drogen und Nahrung eingesetzt, sowie als Leder genutzt. (Zwei Fischarten sind evolutorisch so weit fortgeschritten, dass sie wohl mitgebracht wurden.) Das Farngewächs gibt ein Harz ab, welches in verschiedenen Altersprozessen und Bearbeitungen entweder eine homogene gummieähnliche Substanz für Nutzgegenstände oder Kleidung abgibt, oder festere Baumaterialien für Bedachung, Skulpturen oder härtere Nutzgegenstände. Stein wird für verschiedene Zwecke, hauptsächlich für hitzebeständige Anwendungen, genutzt, jedoch kann er nicht kultiviert werden, da die Themier kein Metall beherrschen, wohl aber schmelzen sie Silizium zu trübem Glas.

Politik & Recht

Politik: Regiert wird von drei Gremien, zwei davon sind in der Hand der Priesterinnen. Das göttliche Gremium (Kamido), meist bestehend aus gebildeten, älteren Pristerinnen, welches die Themier auf die Rückkehr der Götter vorbereitet, das Fortbestehungsgremium (Seishokudo) bestehend aus ausgebildeten Pristerinnen, die geboren haben, welches das geschlechtliche Zusammenleben und weitere gesellschaftliche Verwaltung regelt, sowie dem Fortbestandsgremium (Ikinado), welches von erfahrenen Männern zur wirtschaftlichen Balance genutzt wird. Die Gesellschaft begründet die Motivation durch buchgeführte Verdienste, welche besondere Privilegien zusichern. Die Priesterinnen werden von der Gesellschaft versorgt, während sich die übrigen weitgehend selbst versorgen und Privilegien als Währung einsetzen.

Gesetz: Das übersichtliche Rechtssystem kennt im Prinzip zwei grundlegende Sünden. Sünde gegen die Moral oder Sünde gegen einen Themier. Sünde gegen die Moral sind unterteilt in viele Fehltaten und haben den Verlust von Privilegien und Entbehrungen im Essen bis hin zu Pflichtunterrichtungen und Deportation zur Folge. Sünde gegen einen Menschen wird mit Opfern, Folter bis hin zum Tod geahndet, wobei die Todesstrafe niemals als alleinige Strafe angesehen wird, sondern als eine Folter bis zum Tode. Gründe für die Todesstrafe sind die Nichteinhaltung von Fortbestehungsgesetzen, die Schändung oder Entehrung von Priesterinnen oder Heiligtümern, das vorsätzliche schwere Verletzen oder Töten einer Person. Das Gericht setzt sich aus Vertretern aller Gremien zusammen, Entscheidungen werden nur Einstimmig wirksam.

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